Forschung & Diskurs

Forschung & Diskurs

Das Institut versteht sich als Brücke

zwischen Forschung und Praxis,

zwischen Antike und Zukunft,

zwischen Analyse und Heilung.

Wir schaffen Räume für neue Narrative – wissenschaftlich fundiert, strategisch anwendbar, ethisch wirksam.

Die sechs interdisziplinären Forschungsachsen

Recht & Kommunikation

Recht & Psychologie

Recht & Philosophie

Anthropologie

Recht & Neurowissenschaft

Recht & Kunst / Sprache / Inszenierung

1. Recht & Kommunikation

«Wer in der Krise nicht selbst spricht, wird gesprochen.»

SYLVIA FREYGNER

Wie wirken Worte im Gerichtssaal?

Wie formt Sprache Macht – und Ohnmacht? Diese Achse erforscht die mediale Repräsentation von Schuld, die Narrative öffentlicher Skandale und die Bedingungen gelungener Krisenkommunikation.

2. Recht & Psychologie

«Was nicht gefühlt wird, wiederholt sich. Auch vor Gericht.»

SYLVIA FREYGNER

Schuld, Scham, Reue

– juristische Konzepte treffen emotionale Realität. Diese Achse beleuchtet das innere Erleben von Verfahren, den psychischen Impact öffentlicher Anklage und die Transformationskraft von Anerkennung und Vergebung.

3. Recht & Spiritualität / Philosophie

«Du musst sterben, bevor du stirbst.»

SYLVIA FREYGNER

Würde. Wandlung. Sinn.

Diese Achse öffnet Räume für spirituelle, mystische und philosophische Dimensionen des Rechts. Sie fragt: Was ist Gerechtigkeit jenseits des Urteils? Wie verwandelt sich der Mensch, wenn das Alte fällt?

4. Recht & Kulturanthropologie


«Konflikt war dort nicht ein Verstoss – sondern ein Ruf an die Gemeinschaft.»

SYLVIA FREYGNER


Was kann das Recht von alten Kulturen lernen?

Diese Achse untersucht kollektive, rituelle und heilungsbasierte Konfliktmodelle aus indigenen und historischen Traditionen: Palaver, Panchayat, Ayllu, Ho‘oponopono, keltische Druidenkreise.

5. Recht & Neurowissenschaft


«Wahrnehmung ist kein Beweis.
Aber sie entscheidet über Schuld.»

SYLVIA FREYGNER


Was passiert im Gehirn,

wenn wir urteilen – oder verurteilt werden? Diese Achse widmet sich der Biologie von Entscheidungsprozessen, von Trauma und von Erinnerung in Konfliktdynamiken. Wie beeinflusst Stress das Rechtsempfinden? Wie wirkt Sprache neurologisch?

6. Recht & Kunst / Sprache / Inszenierung


«Jeder Fall ist auch ein Theaterstück. Aber wer schreibt das Drehbuch?»

SYLVIA FREYGNER


Das Recht ist Bühne. Sprache ist Werkzeug.

Diese Achse beleuchtet ästhetische, performative und narrative Dimensionen des Rechts: von der Rhetorik des Gerichtssaals bis zur medialen Dramaturgie öffentlicher Verfahren. Was sehen wir – und was bleibt verborgen?

Sprache formt Macht.

Weil Sprache Realität schafft. Wer ein Ereignis benennt, rahmt es. Wer Schuld benennt, grenzt aus. Narrative strukturieren Aufmerksamkeit – und lenken das Urteil. Die Medien wissen das. Die Politik lebt davon. Deshalb ist Sprache immer auch ein Werkzeug der Macht.

Aber Macht formt auch Sprache.

Denn wer Definitionsmacht hat, verändert die Begriffe selbst. Denke an Worte wie „Sicherheit“, „Ordnung“, „Unschuldsvermutung“. Sie bedeuten nicht immer dasselbe – sie bedeuten, was der Kontext erlaubt. Macht bestimmt, welche Sprache zählt – und wessen Stimme gehört wird. „Sprache ist sowohl Spiegel als auch Schmiede von Macht.“ „Wer das Narrativ lenkt, beeinflusst die Struktur der Wirklichkeit.“ „Und wer sich selbst die Sprache zurückholt, holt sich auch ein Stück Souveränität.“